Wahlkampf

„Wahlen sind manchmal die Rache des Bürgers. Der Stimmzettel ist ein Dolch aus Papier.”
David Lloyd George

Ein Wahlkampf basiert in der Regel auf folgenden Elementen:

1. Information/Präsentation
Hierzu zählen die klassischen Wahlkampf-Instrumente wie Flyer, Broschüren, Plakate, Internet-Präsentation, Give-aways, Anzeigen etc. Ganz wichtig im Wahlkampf ist dabei die regelmäßige Information der Medien durch Pressemeldungen oder persönliche Anrufe. Logistische und organisatorische Abläufe müssen vorab koordiniert werden, damit im Wahlkampf selbst keine unangenehmen Überraschungen auftreten. Diese Planungen sollten immer auch ein „Notfall“-Szenario beinhalten, denn innerhalb des Wahlkampfs könnte sich jederzeit eine neue Situation ergeben, sei es thematisch oder durch persönliche Angriffe des politischen Kontrahenten.

2. Gespräch mit dem Wähler
Es gibt vielfältige Möglichkeiten, mit den Wählern ins Gespräch zu kommen. Die wirkungsvollste Methode ist dabei zweifellos das Haus-Canvassing. Während des Wahlkampfs sollte der Direktwahl-Kandidat/Spitzenkandidat von Verwaltungsaufgaben verschont werden. Wichtig ist die Präsenz bei Veranstaltungen sowie im Gemeindeleben (Supermarkt, Wochenmarkt, Sportveranstaltungen etc.) und – in der Endphase – am Wahlkampf-Stand. Auch die Ansprache verschiedener Zielgruppen (Senioren, Frauen, Alleinerziehende, Jungwähler, Ehrenamtliche, Selbständige, EU-Bürger etc.) sollte gut organisiert sein. Die Kunst des erfolgreichen Wahlkampfs besteht in Zeiten sinkender Wahlbeteiligungen darin, die eigene Wählerklientel zu mobilisieren.

3. Wählerinitiative
Unabhängig von der Darstellung des Kandidaten und der Partei sollte eine Initiative, bestehend aus bekannten (und beliebten) Persönlichkeiten sowie „Menschen aus der Nachbarschaft“, aber auch Verbänden und/oder Vereinen Werbung für den Kandidaten betreiben. Dies kann in persönlichen Gesprächen ebenso geschehen wie mit eigenen Anzeigenschaltungen, Wahl-Informationen oder der Ausrichtung einer Wahlkampf-Veranstaltung. Vor allem in sozialen Netzwerken gewinnen „Unterstützer“ eine immer größere Bedeutung.