Zeitplan für den Wahlkampf

Zeitplan ist nicht gleich Zeitplan. Während der Termin für die neuerliche Nominierung eines Amtsinhabers in der Regel unbedeutend ist, macht es bei einem Herausforderer durchaus Sinn, diesen sehr frühzeitig zu nominieren.

Der Grund dafür liegt auf der Hand: Während sich der Amtsinhaber aus seiner Position heraus praktisch ständig im Wahlkampf befindet, muss ein Herausforderer oft einen gewaltigen Rückstand in punkto Bekanntheitsgrad aufholen. Dass Nominierungsveranstaltungen trotzdem oft sehr nah an die eigentliche Wahl gelegt werden, ist wenig durchdacht. So wird wertvolle Zeit vergeudet.

Der Wahlkampf-Ablauf selbst folgt dagegen recht starren Regeln, da von den Kommunen beispielsweise penibel genau darauf geachtet wird, dass kein Plakat zu früh platziert wird. Alle anderen Angaben sind Richtwerte.

12 – 24 Monate
vor der Wahl

 
  • Nominierung des Kandidaten

12 Monate
vor der Wahl

 
  • Bildung einer Wahlkampf-Kommission
  • Bildung einer Wähler-Initiative
  • Erstellung einer Strukturanalyse
  • Fotoaufnahmen des Kandidaten (vorzugsweise Frühjahr/Sommer)

11 Monate
vor der Wahl

 
  • Formulierung der wesentlichen Kandidaten-Ziele

10 Monate
vor der Wahl

 
  • Inbetriebnahme der Homepage des Kandidaten
  • Beauftragung der Autowerbung
  • Gestaltung/Herstellung einer Kandidatenkarte

8 Monate
vor der Wahl

 
  • Gestaltung/Herstellung der Wahlkampf-Drucksachen
  • (z.B. Plakate, Flyer, Karten, Briefbogen etc.)
  • Beauftragung der Give-aways für den Wahlkampf

6 Monate
vor der Wahl

 
  • Wahlkampf-Auftaktveranstaltung für Mitglieder
  • evtl. verbunden mit einer Pressekonferenz
  • (CD mit Fotos, persönl. Angaben des Kandidaten an die Presse)

5 Monate
vor der Wahl

 
  • Fertigstellung der Zielgruppen-Briefe
  • Organisation und Festlegung der Verteilaktionen (Flyer etc.)
  • Gestaltung und Mediaplanung: Anzeigen
  • Endgültige Festlegung der einzelnen Wahlkampf-Veranstaltungen

In den letzten
3 Monaten

 
  • Wahlkampf-Stände
  • Verteilaktionen Zielgruppen-Briefe, Flyer etc.
  • Plakataktionen (evtl. Textplakate auf Abruf)
  • Anzeigenschaltungen in Zeitungen/Wochenblätter etc.
  • Aktionen der Wähler-Initiative, evtl. Unterstützer-Anzeigen
  • Wahlkampf-Veranstaltungen der Partei/des Kandidaten